Hier ist der westlichste Punkt Griechenland. Die Insel hat 10,8 Quadratkilometer Fläche, ist etwa 3,6 km breit und 5,6 km lang. Die Küstenlinie misst 30 km. Fünf Siedlungen liegen über die ganze Insel verstreut, im Winter jedoch sind nur Ammos und Stavros belebt. Es handelt sich um einen phantastischen Urlaubsort, ideal für einen Segeltörn, aber auch für geruhsame Erholung. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten sind bescheiden; und wer von den Othoniten nicht ausgewandert ist, beschäftigt sich mit der Fischerei und den wenigen Olivenhainen ( 36 000 Bäume)
Das heutige Bild der Insel ist nicht repräsentativ für seine Geschichte. Ammos war einst ein vielbesuchter Hafen, wo die Schiffe anlegten, die zwischen der Adria und dem ionischen Meer verkehrten. Einige Ruinen auf dem Hügel Kastri (vermutlich eine venezianische Festung) und der alte italienische Namen der Insel Fano führen zum Schluss, dass hier einst ein für die Schifffahrt bedeutender Leuchtturm stand. Die Othoniten waren tüchtige Seeleute und bauten ihre eigenen Kaikis. Weiter war die Insel für das gute Klima berühmt und wie es heißt, pflegten die Briten ihre kranken Soldaten hierher in Genesungsurlaub zu schicken.
Heute wird Sie das Schiff in Ammos absetzen, einer kleinen Bucht mit schönem Strand, an der alle Geschäfte der Insel versammelt sind. Der Verkehr ins Landesinnere geschieht über Feldwege und Fußwege: ein Paradies für Wanderer! In der Mitte der Insel liegt der Weiler Stavros, an den Hängen des Berges Kalodiki (217m). Die Küste ist zum größten Teil felsig und schroff. Im Westen liegt der zauberhafte Strand ''Aspri Ammos'' (weißer Sand) mit der Höhle der "Calypso", und im Norden die Bucht "Fyki"