Nirgendwo sonst lässt sich anschaulicher nachempfinden, wie die Menschen früher gelebt und ihren Alltag bestritten haben. Es ist ein venezianisches Dorf mit antiken Wurzeln, mit steinernen Herrschaftshäusern und vielen Kirchen. Etymologisch leitet sich der Name wahrscheinlich von peri--theo, d.h. rundum-sehen, ab. Das Dorf war Hauptort der Gemeinde Kassiopi und sehr wohlhabend - seine Felder reichten bis zum heutigen Neu-Perithia. Nachdem in der Mitte des 20. Jhdts. nicht nur die Piratenüberfälle, sondern auch die Mückenplage und das Sumpffieber in der Küstenregion gebannt waren, ging auch der Standortvorteil des Gebirges verloren, und das Dorf entvölkerte sich. So wurde das Dorf zwangsläufig zu einem Freilichtmuseum. Im Winter leben noch zwei bis drei Viehzüchter hier. Am letzten Sonntag im Juli wird die Ikone der Hl.Jungfrau auf einer Prozession um das Dorf getragen, zum Gedenken an ihr rettendes Einschreiten bei einer Seuche 1863.