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Gouvia

Acht Kilometer außerhalb der Stadt, heute beinahe mit Kontokali zusammengewachsen, einstiges Fischerdorf von historischer Bedeutung.In Gouvia landete am 29. August 1537 die türkische Flotte unter Führung des in den Diensten Suleimans des Großzügigen stehenden Korsen Haireddin Barbarossa und verbreitete im ganzen Gebiet Mesis Furcht und Zerstörung. Die Belagerung der Festung Korfu blieb jedoch ohne Erfolg. Zwei Jahrhunderte später landeten die Türken am selben Ort, die Belagerung dauerte diesmal einen ganzen Monat. Dass sie wiederum unverrichteter Dinge abziehen mussten, wird dem Eingreifen des Schutzpatrons Spiridon zugeschrieben. Die Venezianer befestigten daraufhin ihren Hafen in Gouvia, bauten eine Werft zum Unterhalt und Neubau von eigenen oder fremden Schiffen. Reste von Säulen und Bögen erinnern noch an die gute alte Zeit, als die meerbeherrschende Serenissima im östlichen Mittelmeer das Sagen hatte. Die heute hier bestehende Marina von Gouvia bietet Liegeplätze für 900 Jachten. Der Jachthafen nimmt den mittleren Teil der Bucht ein; an beiden Seiten bilden Ufervorsprünge die natürliche Abgrenzung zu den Stränden der beiden Dörfer Kontokali und Gouvia.