
Das nordliche Ionische Meer ist abgesondert
vom ubrigen griechischen Gebiet, darum finden wir hier einmalige
Wetterbedingungen. Der Meltemi der Agais ist hier unbekannt. An
Sommernachmittagen weht der Maistros (NW-Wind), dessen Starke,
besonders an der Ostkuste, selten 4 Windstarken ubersteigt. Am
Abend flaut der Wind ab.
Aus Dankbarkeit fur die freundlichen
Wetterbedingungen nennen die Seeleute nennen das Meer Korfus heilig;
und viele Touristen, mit oder ohne Boot, genie?en entspannten
Urlaub weitab von den Strapazen der Agais. Die Speedenthusiasten
unter den Surfern mussen ihr Gluck in Kassiopi, Ag.Giorgis ton
Pagon oder Ag. Giorgis in Argirades versuchen, Segelbegeisterte
im Kanal von Paxos oder weiter sudlich, eine Alternative bieten
noch die kleinen Inseln im Norden.
In den Wintermonaten herrschen sudliche Winde vor. Ihre Starke
ubersteigt oft 8 Windstarken und sie wehen oft tagelang. Doch
wegen der kurzen Distanz zum Festland muss der Fahrbetrieb selten
wegen Sturm abgebrochen werden. So ist Korfu allenfalls, wenn
gestreikt wird, abgeschnitten. Die Seefahrer werden an diesen
Sudwinden zu schatzen wissen, dass sie nur langsam zu ihrer vollen
Starke anschwellen und einem Zeit lassen, in einem sicheren Hafen
Schutz zu suchen.

Nordwestlich von Korfu liegen drei diapontischen
Inseln: Mathraki, Othonoi und Erikousa. Die erste ist
von Riffs und Klippen umgeben, au?erst schwer zuganglich und deshalb
auch die am meisten vergessene. Die anderen beiden werden jedoch
gern von zwischen Adria und Ionischem Meer verkehrenden Jachten
angelaufen. Die Steilkusten ziehen Liebhaber wild-romantischer
Natur an.
Die Kuste von Sidari bis zur Ag. Spiridonos-Halbinsel besteht
hauptsachlich aus sanft abfallendem Sandstrand, ideal fur ungeubte
Schwimmer, Kinder, Beach-Tennis und Frisbee.
Die Nordostkuste empfiehlt sich fur Bootstourismus besonders.
Die Kuste ist leicht zuganglich, das Meer warm und still. Kassiopi
ist ein malerischer Hafen, voll mit Kaikis fur Tagesausfluge.
Ein Rundgang auf der Mole wird Sie vom reichhaltigen Angebot an
Kreuzfahrten uberzeugen. Im 4.Jhdt.v.Chr. war der Ort ein wichtiger
romischer Hafen, sein Schutzpatron war Zeus Kassios, Beschutzer
der Seefahrer. Die Kustenlinie von Kassiopi bis Barbati ist zerkluftet,
die vielen sich in die Uferlinie einschneidenden Buchten sind
ideale Ankerplatze fur Boote jeder Art. Agios Stefanos, Kouloura,
Kalami und Agni, sind die Namen, die man sich merken sollte.
Die
Westkuste der Insel bietet am meisten Abwechslung. Der nordliche
Teil mit schroffer Felskuste, am ausgepragtesten die Steilkuste
von Palaokastritsa, ist ideal fur atemberaubende Unterwassererlebnisse.
Im kleinen Hafen konnen Sie in mondaner Umgebung sicher anlegen.
Weiter sudlich wird die Landschaft sanfter und wir haben endlose
Strande mit goldfarbenem Sand und blaugrunem Wasser. Gute Schwimmer
sollten nicht versaumen, an einem dieser Strande mit der Brandung
zu spielen. Fur den Bootstouristen ist dieser Abschnitt nicht
besonders interessant, es gibt keine Buchten und das Meer ist
voll von Unterwasserfelsen.
Sudlich und ostlich der Stadt ist das Ufer gleichma?ig flach
abfallend, das warme und seichte Wasser ideal zum Baden. Kurz
vor dem Kap Lefkimmi ist ein Zwischenhalt fur frischen Fisch im
kleinen Fischerdorf Petriti unbedingt angesagt.
Der Ruf der einzigartig schonen Strande von Paxos
reicht ubers ganze ionische Meer und daruber hinaus. In den Naturhafen
von Lakka, Gaios und Mongonisi finden Sie in den Sommermonaten
Walder von Masten. Die Bedeutung dieser gut geschutzten Naturhafen
und damit die Zahl der Jachten erhoht sich noch, wenn der Mistral
blast und die Meerenge zwischen Paxos und Korfu sowie mikroklimatische
Besonderheiten Stromung und Wellenbildung begunstigen. Die Westseite
besteht aus eindrucklichen Felsformationen mit Unter- und Uberwasserhohlen;
besuchen Sie sie, wenn das Wetter es erlaubt.
Obwohl es in Antipaxos keine gut geschutzten Hafen gibt, herrscht
an den zauberhaften wei?en Sandstranden der Nordostkuste mit turkis-blauem
Wasser reger Verkehr.