TerraKerkyra




Die Vereinigung








Die Vereinigung

1864-BIS HEUTE

Am 12. Mai 1864 erlangte Kerkyra zusammen mit den übrigen ionischen Inseln endgültig die griechische Staatsanghörigkeit. Ein Jahrhunderte währender Gang durch Zeiten der Bedrohung, Abhängigkeit und Erpressbarkeit war damit zu Ende, es war aber auch Schluss mit der Anziehungskraft Kerkyras als Hauptstadt der Ionischen Republik. In seiner Aufbauphase konnte sich der junge griechische Staat keinen zweiten, konkurrierenden wirtschaftlichen und kulturellen Schwerpunkt leisten. Nicht nur der Universitätssitz ging im Konkurrenzkampf mit Athen verloren. 1900 war Kerkyra bereits eine unter vielen Provinzstädten, sich von anderen nur noch durch die Erinnerung an glanzvollere Zeiten unterscheidend.

1923 wurde die Insel von den Italienern bombardiert und vorübergehend besetzt, die als Vorwand die Ermordung des italienischen Generals Tellini auf griechischem Boden ausnutzten.

Während des 2. Weltkriegs folgte 1940 eine erneute Bombardierung und Besetzung durch die Italiener. 1943 erlitt die Stadt große Schäden durch Deutschland, als die Bibliothek, das Ionische Parlament und das Theater niederbrannten.

Die Nachkriegsjahre waren in Kerkyra wie in ganz Griechenland durch Armut, Krise und Auswanderung geprägt, bis in die 60er Jahre, als die touristische Entwicklung im breiten Rahmen einsetzte. Zwar gab es schon seit dem Ende des 19.Jhdts. ein Interesse an Korfu als Urlaubsziel, gleichrangig damals mit Capri und Mallorca als Mittelmeerdestination für die europäischen Eliten. Neben dem "Achilleon", wohin sich die Kaiserin Elisabeth (Sissi) vor den Intrigen am Hof der Habsburger flüchtete, gab es auch das Hotel "Bella Venezia", das die europäische Aristokratie anzog. In den letzten vierzig Jahren hat der organisierte Massentourismus, zusammen mit der natürlichen Schönheit und dem historischen Ambiente die Insel so bekannt gemacht, dass Millionen Menschen in jeder Ecke der Welt sich erzählen können, wie schön sie es in Kerkyra gehabt haben.

Durch Festungen, alte Herrschaftshäuser, Klöster aber auch Kaffeehäuser und dörfliche Tavernen streifend, lässt sich eine lebendiggebliebene kulturelle Tradition erspüren, die das Gemüt des Besuchers verzaubert.

So hier sind wir
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Am Anfang: Corfu was not always an island

DIE KORINTHER: A powerful Corfu is creating

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Die Anjou: The puzzle is complete

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Der britische Einfluss: Cricket and beer